Dan-Lehrgang in Echternach

Am 21. und 22.03. kamen Dan-Träger der Shorinji Budo Union (SBU) zum diesjährigen Schwarzgurt-Lehrgang in Echternach zusammen, um sich auszutauschen und damit ein gleichmäßiges Niveau in den Dojos der SBU sicherzustellen. Teilnehmer waren Schwarzgurte aus den Vereinen Föhren, Frankfurt, Schweich und Trier. Zur Freude aller hatten auch Dan-Träger aus den befreundeten Dojos aus dem Elsass und Brunoy (Paris) die lange Fahrt auf sich genommen, um an diesem Lehrgang teilzunehmen.

Bereits am Abend zuvor – 20.03.2026 – trafen sich die Senseis der SBU, um ihren Kenntnisstand in den Bereichen Kata und Kobudo abzugleichen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und Neues zu lernen. Dabei wurden den hohen Gürtelgraden entsprechende Kata (Kampf gegen einen imaginären Gegner) und Kobudo-Kata geübt und vertieft.

Am Samstagvormittag wurden alle Teilnehmer eingehend in das Bunkai (Umsetzung in der Praxis der in den Kata enthaltenen Techniken) zweier grundlegender Kata eingewiesen; das intensive Üben der Anwendungen mit unterschiedlichen Partnern stand hierbei im Vordergrund.

Der Samstagnachmittag wurde genutzt, um die Handhabung alter Waffen Okinawas – an diesem Tag Eku (Paddel), Sai (Nahkampfwaffe, eine Art Dreizack mit langem Mittelteil) und Jobo (ca. 1,20m langer Kampfstock) – intensiv zu üben, um ein gleiches Niveau der Teilnehmer sicherzustellen.

Im Rahmen des Samstagstrainings wurde Sensei Ferdinand Matl eine besondere Auszeichnung zuteil: ihm wurde vom Vorstand der SBU der Titel „Renshi“ (= Experte) verliehen.

Darüber hinaus unterzog sich Hugo Besin vom Dojo Brunoy der Prüfung zum 3. Dan nach den Vorgaben der Shorinji Budo Union. Er bewies sein Können in den Disziplinen Kihon, Kata, Kobudo-Kata und Bunkai einer von ihm selbst gewählten Kata aus dem Dan-Bereich. Die Prüfungskommission, bestehend aus Hanshi Axel Roth (8.Dan) als Leiter der Prüfungskommission und den Renshis Hermann Meisberger, Joachim Härtel, Robert Lentes, Norbert Hamm und Ferdinand Matl (alle 6. Dan), zeigte sich sehr zufrieden mit Hugo´s Leistung und verlieh ihm den 3. Dan.

Am Abend wurde bei gemütlichen Klönschnack alte Bekanntschaften aufgefrischt, neue geschlossen, und Erinnerungen ausgetauscht.

Am Sonntagvormittag erläuterte Hanshi Roth zunächst die Bedeutung einiger Aufwärmübungen als Vorbereitung für Anwendung unterschiedlicher Karate-Techniken und ließ dies in Form von Partnerübungen in die Tat umsetzen.

Anschließend maßen sich die Teilnehmer des Lehrgangs im (sportlichen) Wettkampf mit 1 und 2 gepolsterten Tambos (kurzer Stock), wobei Zanshin, die körperliche und geistige Wachsamkeit, und die damit verbundene Reaktionsschnelligkeit eine wesentliche Rolle spielen.